Konzept

Konzept KULTURISTENHOCH2 (KH2)

Problem  

In Hamburg leben mehr als 30.000 Grundsicherungsempfänger 63+ in Altersarmut (Quelle: SoVD 2024), mit steigender Tendenz:

Armut führt zu einer Verschärfung der Lebenssituation alter Menschen.

Sie empfinden Schuld & Scham, sie vereinsamen und ihre physische und psychische Gesundheit leidet.

Da diese älteren Menschen oft isoliert sind, werden sie von der Gesellschaft kaum wahrgenommen.
Das mit Armut, Alter und Isolation einhergehende Leid wird nicht bemerkt. Scham & Schweigen über die eigene Lebenssituation führt zu weiterem Rückzug – es kommt zu Teilhabeverlust.

Daneben ist fast jedes zweite Kind in der Hansestadt von Armut bedroht und ist von deutlich erschwerter gesellschaftlicher und kultureller Teilhabe betroffen, die im Erwachsenenleben kaum aufholbar ist.

Parallel dazu steigt die Einsamkeit in allen Altersgruppen – besonders auch die von Jugendlichen. Eine repräsentative Umfrage der Bertelsmann Stiftung vom März 2024 mit 2.532 jungen Menschen zeigt: Knapp die Hälfte (46 Prozent) der 16- bis 30-Jährigen in Deutschland sind von Einsamkeit betroffen. In dieser Gruppe fühlen sich 35 Prozent moderat einsam und etwa 10 Prozent sogar stark einsam.  

Die drei Pandemiejahre haben zu einer weiteren Verschärfung der Grundproblematik geführt. Auch fünf Jahre nach dem ersten Lockdown fehlen genügend Angebote, welche helfen, erlebte Traumata zu verarbeiten und wieder Teilhabe im Alltag erfahren zu können. 

Ziel

Vorrangiges Ziel von KULTURISTENHOCH2 (KH2) ist es, etwas konkret erfahr- und fühlbar gegen die Ausgrenzung auf Grund von Alter, Armut und altersbedingter Einschränkung, aber auch der Einsamkeit ganz allgemein zu tun. Jungen Menschen wird bei KH2 verdeutlicht, wie sie ins Handeln kommen können.  

Grundidee  

Wie geht das? 
Die teilnehmenden SeniorInnen werden von unserer Kultur-Vermittlerin entsprechend vorhandener kostenloser Kartenangebote informiert und beraten. Danach reservieren wir für sie zwei kostenlose Karten für die jeweils ausgewählte Veranstaltung. Die Vermittlerin von KH2 nimmt via Messenger-Gruppe den Kontakt zur passenden Gruppe von OberstufenschülerInnen der Partnerschule im Stadtteil auf. Wer von den SchülerInnen Zeit und Lust hat, meldet sich bei KH2 und erhält die Kontaktdaten des/der SeniorIn. Der junge Mensch meldet sich danach beim Älteren und verabredet sich. Entweder holt der junge Mensch den Älteren ab oder sie vereinbaren einen Treffpunkt am Tag der Veranstaltung. Die ältere Person lädt ihre(n) jugendliche(n) BegleiterIn mit der zweiten Karte ein.  

Die Aufgabe des/r Schülers/in umfasst also: die mögliche gemeinsame Fahrt, den gemeinsamen Kulturgenuss, den Austausch mit der/dem SeniorIn und ggf. dessen Heimbringen.  

Historie

KH2 ist im Jahr 2015 von Christine Worch in Hamburg gegründet und initiiert worden. Von 2016 bis 2023 ist KH2 mit zuletzt zehn Partner-Schulen in allen sieben Hamburger Bezirken jährlich – auch während der Corona Pandemie – erfolgreich mit hoher Empathie auf allen Seiten durchgeführt worden.  

Nahezu 1.800 hochwertige Begegnungen von Jung und Alt mit Kunst & Kultur haben bislang in Hamburg stattgefunden, aus denen z.T. langlebige Freundschaften der Generationen erwuchsen, die über den Rahmen der Initiative hinaus noch heute Bestand haben. Von Juli 2023 bis November 2024 hat KH2 eine Pause eingelegt; dann konnte die Initiative bis Mai 2025 im Bezirk Hamburg Nord mit einer teilnehmenden Schule wieder neu belebt werden. Leider unter der glücklosen Trägerschaft eines Vereins aus Rostock, welche die Rückübertragung auf die Stiftung Generationen-Zusammenhalt notwendig machte. Zum 1. Juni 2025 wurde KH2 wieder von uns übernommen. Wir möchten KH2 mit einem kleinen Team erfahrener und engagierter Mitarbeiterinnen erneut in alle Hamburger Bezirke bringen und für den Zusammenhalt und die Teilhabe der Generationen sorgen. 

Wie arbeitet KULTURISTENHOCH2 (KH2)?  

Lokale Ausbreitung in den sieben Hamburger Bezirken
KH2 wird dort aktiv, wo sich die (Alters-)Armut gehäuft manifestiert; hier werden Kooperations-Schulen gesucht, mit denen Kooperationsverträge geschlossen und in Oberstufenklassen Jugendliche als freiwillige TeilnehmerInnen für das Projekt akquiriert werden.  

Parallel dazu werden SeniorInnen im Stadtteil über verschiedene Wege (Multiplikatoren, Behörden, Wohnungsgesellschaften, Presse etc.) angesprochen und informiert. In vielen Institutionen führt das Team Informationsveranstaltungen durch. Anschließend melden sich die SeniorInnen individuell als TeilnehmerInnen an. KH2 kooperiert mit anderen „Marktteilnehmern“ in den Stadtteilen wie z.B. „Freunde alter Menschen e.V.“, „Wege aus der Einsamkeit e.V.“, kirchlichen und weltlichen Senioren-Treffs und -Initiativen, Nachbarschafts-Treffs vieler Baugenossenschaften wie z.B. HANSA-Bau etc., und baut das Netzwerk kontinuierlich aus.  

Über die verbindende Kraft von Kunst und Kultur, wird altersarmen und isolierten Menschen die Möglichkeit gegeben, Teilhabe niedrigschwellig zu erleben und ggf. wieder Anschluss an das gesell-schaftliche Miteinander zu finden. Dabei helfen junge Menschen (SchülerInnen 16+) aus dem Lebensumfeld (Stadtteil) der SeniorInnen: sie besuchen gemeinsam Kulturveranstaltungen. Auch viele SchülerInnen profitieren in einem hohen Maße, ca. 40% aller Hamburger Kinder sind aktuell von Armut bedroht, viele von ihnen können daher keine Theater oder Konzerte besuchen. 
Die vielfältigen Hamburger Kulturstätten spenden KH2 die Veranstaltungskarten.  

Vorbereitung auf das Ehrenamt
Bevor die SchülerInnen eine Begleitung übernehmen dürfen, erhalten sie ein komplexes Praxis-Training zum Thema Alter und Einschränkung. Für diesen Bereich nutzt KH2 die Expertise des Partners Hartwig- Hesse-Stiftung, eines namhaften Spezialisten für Wohnen und Pflege im Alter, mit dem wir eine Kooperationsvereinbarung geschlossen haben. Leitende MitarbeiterInnen der Hartwig-Hesse-Stiftung bieten teilweise gemeinsam mit uns ein fünf-stündiges Training zum Thema „Altern in unserer Stadt“ an. Hier wird den SchülerInnen der Umgang mit Gehhilfen, Rollator und Rollstuhl, sowie Wissen über das Altwerden vermittelt. Abschluss eines jeden Trainings ist das eigene Erleben von „Alt-Sein und -Fühlen“ im Alterssimulationsanzug im öffentlichen Raum, das Fahren mit U-Bahn und Bussen. 

Eine Kultur-Begegnung von Jung und Alt dauert zwischen 3,5 bis zu 4,5 Stunden. Aktuell ist ein älterer Rollstuhlfahrer im Projekt – das bedeutet oftmals – je nach Anreise zum Veranstaltungsort – ein deutliches Mehr an Vorab-Organisation und Zeit-Aufwand für die Jugendlichen. Dieser Umstand fördert gleichzeitig einen reflektierten Blick auf die Bedürfnisse von Menschen mit Einschränkungen und verbessert das Verständnis für die Notwendigkeit von Problemlösungen, auch im öffentlichen Raum. 

KH2 ist partizipativ und beteiligt seine Teilnehmenden aktiv am Projekt:
Wir haben eine Feedbackkultur: SeniorIn wie JuniorIn werden nach jedem Besuch von der KH2-Kultur-Vermittlerin um eine Rückmeldung – möglichst über das digitale Umfrage-Tool Lamapoll – gebeten. So erfahren beide Teilnehmergruppen angemessene Wahrnehmung und Wertschätzung und können mit ihren positiven, wie negativen Kritiken helfen, die Arbeit von KH2 zu verbessern und zu erweitern. Durch die Partizipation steigt das Interesse am Projekt, die TeilnehmerInnen können so zu BotschafterInnen von KH2 werden. Bei Anlässen wie Preisverleihungen, Projektpräsentationen für SeniorInnen oder SchülerInnen oder medialer Präsenz bei Funk- & Fernsehen können wir auf die Unterstützung unserer Teilnehmenden bauen.  

KH2 verbindet im Quartier und Stadtteil 
Außerhalb der von uns angebotenen Kulturbesuche werden die SeniorInnen in die Schulen zu Aufführungen eingeladen. Gelegentlich laufen sich Alt und Jung in den Quartieren über den Weg und freuen sich, einander unverhofft zu begegnen. In etwa 15-20 % der Fälle entstehen längerfristige Freundschaften. Darüber hinaus lernen sich im gleichen Stadtteil wohnende SeniorInnen über das Projekt kennen und können sich anfreunden.  

KH2 versteht sich als lernendes System:
Alle Erkenntnisse fließen in die laufende Arbeit ein und führen zu der Entwicklung weiterer Angebote und Kooperationen mit ExpertInnen. Wir führen i.d.R. zwei eigene Veranstaltungsformate durch, auf denen sich SeniorInnen und SchülerInnen begegnen und kennenlernen, nämlich jeweils eine Auftakt- und eine Abschluss-Veranstaltung, die auch von FördererInnen hochgeschätzt werden. 

KH2 ist ein wertschätzendes Miteinander wichtig:
Auch wenn kulturelle Teilhabe und gemeinsame Erlebnisse im Vordergrund stehen, steht KH2 auch für einen sicheren Raum, in dem sich alle wohlfühlen sollen, SeniorInnen wie SchülerInnen: Bereits vor den ersten gemeinsamen Besuch einer Kulturveranstaltung wird für einen wertschätzenden und respektvollen Umgang sensibilisiert, sexistische, rassistische oder andere Diskriminierungen werden nicht geduldet, KH2 bekennt sich zu unserer pluralistischen Gesellschaft auf dem Boden der freiheitlichen demokratischen Grundordnung und setzt dieses Bekenntnis konsequent um. Seit 2024 entwickeln wir unser Jugendschutzkonzept, das vor allem den Umgang von alten und jungen Menschen unter Berücksichtigung sich verändernder Sitten & Gebräuche im Blick hat und das Verständnis dieser Veränderungen von den SeniorInnen einfordert. 

Wirkung  

„Wirksames Projekt, leistungsstarke Organisation“ – das wurde KULTURISTENHOCH2 mit dem WIRKT!-Siegel des unabhängigen Beratungs- und Analysehauses Phineo bestätigt, mit dem die gemeinnützige Initiative Ende 2019 ausgezeichnet wurde. Das WIRKT!-Siegel zeichnet besonders wirkungsvolles Engagement in Deutschland aus. 

  1. a) Bei den SeniorInnen
    KULTURISTENHOCH2 erreicht vor allem von Armut betroffene alte Menschen (insbesondere Frauen), da sich die Initiative die Teilnahmeberechtigung wahlweise nachweisen lässt durch Rentenbescheid, HVV-Sozialkarte, Grundsicherungsbescheid, Kundenkarte der Hamburger Tafel etc. Trotz der oben beschriebenen Hürde von Scham und Isolation wächst die Anzahl der Teilnehmenden stetig, denn die Scheu, sich uns gegenüber als betroffen zu bekennen, nahm allmählich ab, je länger wir aktiv ware Das Vertrauen in die engagierte Arbeit von KH2 ist in der Stadt gewachsen, seit die Initiative in den Jahren der Pandemie trotz bekanntermaßen großer Herausforderungen weitergewirkt und über 200 SeniorInnen sowie ebenso viele SchülerInnen miteinander verbunden hat.  

Mit KH2 gelingt es, Menschen über 63 Jahren, die von Isolation und Einsamkeit bedroht sind, gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen und den nachbarschaftlichen Zusammenhalt im Stadtteil zu stärken. Aus den Rückmeldungen erfahren wir von den SeniorInnen, wie sehr sie die Begleitung der Jugendlichen schätzen.   

Für viele der Älteren sind zudem Kulturerlebnisse ohne Begleitung nicht mehr möglich, insofern öffnet KH2 bereits verschlossene Möglichkeiten. Das gemeinsame Kulturerleben weckt Impulse und zeigt neue Perspektiven auf. Die älteren TeilnehmerInnen bleiben im Projekt, so lange sie es möchten und sich körperlich in der Lage sehen, dabei zu sein. Die ältesten zwei TeilnehmerInnen sind z.Zt. 92 Jahre alt, 12 sind Rollator-NutzerInnen. Wir haben noch stets TeilnehmerInnen der ersten Stunde dabei, das sind bei aktuell über 60 teilnehmenden SeniorInnen 20% und verdeutlicht, wie nachhaltig unsere 2016 begonnene Arbeit ist, mit der wir nun wieder in und für ganz Hamburg durchstarten werden. 

  1. b) Bei den SchülerInnen

Die Motivation der beteiligten OberstufenschülerInnen ist es, sich sozial zu engagieren, Kulturgenuss zu erleben und in Kontakt mit der älteren Generation zu treten. Sie sind an Erfahrungen und Geschichten der Älteren interessiert, weil sie oft nur noch selten mit z.B. den eigenen Großeltern und anderen Älteren zusammenkommen. Sie möchten mit KH2 hören, was ältere Menschen zu erzählen haben. Zudem ist die Auseinandersetzung mit dem Älterwerden für sie interessant und die Begegnung mit alten Menschen oftmals eine bewegende Erfahrung. Jugendliche bleiben mindestens ein Schuljahr lang im Projekt. Im Verlauf eines Jahres müssen sie mindestens drei Begleitungen übernehmen und alle angebotenen Begleitworkshops wahrnehmen, um ein Ehrenamtszertifikat für ihr Engagement zu erhalten. Die Begleitworkshops dienen zum einen der intensiven Vorbereitung als auch der Projekt-Organisation. Zum anderen werden bisher gemachte Erfahrungen reflektiert. Die Jugendlichen beteiligen sich gerne an den Workshops und bringen ihre gemachten Erfahrungen ein, geben z.B. als „Botschafter“ in den Medien Auskunft über ihr Engagement und übernehmen gar weitere Aufgaben im Rahmen von KH2 

Die Jugendlichen informieren gelegentlich auch über Veränderungen und eventuell eintretende gesundheitliche Verschlechterungen der SeniorInnen. So können wir über unser Netzwerk ggfs. Hilfe organisieren. Durch solche Vorkommnisse fühlen sich die SchülerInnen vermehrt am Projekt beteiligt und in ihren Erfahrungen ernst genommen, das Gefühl der Selbstwirksamkeit stellt sich ein.
KH2 fördert frühes ehrenamtliches Engagement bei Jugendlichen und setzt sich für eine weitere Stärkung des Ehrenamtes ein. 

  1. c) Fazit: 

In den ersten sieben Jahren ist es gelungen, KH2 in allen sieben Hamburger Bezirken mit zehn Schulen zu implementieren. Die Teilnahmezahlen bei den SeniorInnen sind mit 198 Personen auch über die Pandemie hinweg stabil geblieben. Das lag vor allem an dem hohen Renommé von KH2, das uns auch ohne „Werbe-Veranstaltungen“ Menschen zugeführt hat. Durchschnittlich 110 Jugendliche waren in diesem Zeitraum als „BegleiterInnen“ aktiv. Die inhaltlichen Projekt-Angebote sowie die Begegnungsmöglichkeiten konnten weiter ausgebaut werden. Während der Pandemie ist ein Buch entstanden, das im Oktober 2022 erschienen ist. Darin sind 32 Geschichten älterer Menschen mit Porträtfoto abgebildet, die SchülerInnen ihnen in Interviews „entlockt“ haben.   

Aber ich hab doch gar nichts zu erzählen“ ist im KJM-Verlag Blankenese erschienen. 

Ein Beitrag im ARD-Magazin BRISANT fasst im Wesentlichen zusammen wie KH2 funktioniert:

https://kulturisten-hoch2.de/wp-content/uploads/2020/02/Brisant_Kulturisten.mp4 

Beabsichtigte Maßnahmen  

Nach einer 18-monatigen Pause und der glücklosen Übertragung an einen externen Träger hat die Stiftung Generationen-Zusammenhalt KULTURISTENHOCH2 wieder in Eigenregie übernommen. 

Zwei projekterfahrene, “fundraising-affine“ und im Projekt- & Kulturmanagement versierte MitarbeiterInnen – die eine langjährige Projektleitung Schule & Bildung bei KH2 und verantwortlich für die große Akzeptanz an Schulen und bei SchülerInnen, die andere engagiert und gut vernetzt  – werden die Initiative erneut Schritt für Schritt über drei bis vier Jahre in alle sieben Hamburger Bezirke bringen. 

Wieder begonnen wurde am 1.11.2024 im Bezirk Nord: Mit der Heinrich-Hertz-Schule konnten gleich 16 junge Menschen im Ehrenamt für derzeit 51 alte Menschen aktiv werden.
Im August 2025 starteten die Vorbereitungen für das  Projektjahr 2025/26:
Im September sind  der bevölkerungsstarke Bezirk Wandsbek und der Bezirk Harburg mit je einer Schule dazugekommen. Parallel dazu werden hier SeniorInnen gewonnen, die an KH2 teilnehmen wollen und die die formalen Bedingungen (geringes Einkommen, Bezug von Hilfen) erfüllen. Bereits jetzt wissen wir, dass 60 Jugendliche ehrenamtlich von September 2025 bis zum Juni 2026 mit KH2 aktiv sein werden. Ziel ist es, bis Juni 2026 im neuen Projektjahr mindestens 250 weitere Kultur-Begegnungen Jung & Alt zu initiieren und so zu Gemeinsamkeit, Kultur-Austausch und Zusammenhalt – nicht nur der Generationen, sondern über verschiedene Milieus und kulturelle Hintergründe hinaus – beizutragen.  

Darüber hinaus soll im Herbst 2026 mindestens ein weiterer Hamburger Bezirk starten: Altona bietet mit seiner multi-kulturellen Bevölkerungs- & äußerst heterogenen Einkommensstruktur ideale Bedingungen für den Erfolg von KH2. Die Vorarbeiten dafür werden noch vor Weihnachten 2025 starten. Im Blick ist dort das Lise-Meitner-Gymnasium in Hamburg Osdorf.  

Weiterhin planen wir parallel die so wichtige Weiterführung unseres Digitalisierungsprozesses:
Neben dem geplanten Relaunch unserer Homepage mit dem Schwerpunkt auf Barriere-Armut möchten wir unsere internen und externen Prozesse deutlich effektiver, sicherer und transparenter gestalten, dazu gehört eine Datenbank, ein geeignetes Kundendaten-System und als Herzstück eine DSGVO-konforme App für den bequemen und nachvollziehbaren Austausch zwischen allen Beteiligten. Für die Sicher-stellung einer guten Nutzbarkeit für die älteren TeilnehmerInnen kooperieren wir mit “Wege aus der Einsamkeit e.V.”, der sich auf digitales Empowerment älterer Menschen spezialisiert hat. 

KULTURISTENHOCH2 ist seit 1.06.2025 als kostenlose Initiative erneut unter dem Dach der kleinen gemeinnützigen und mildtätigen (Verbrauchs-)Stiftung Generationen-Zusammenhalt. KH2 formiert sich alljährlich zu einem neuen Projekt und gewinnt neue Oberstufen-SchülerInnen, um benachteiligten älteren Menschen zu gemeinsamer sozialer und kultureller Teilhabe zu verhelfen – im frühen ehrenamtlichen Engagement. Für die Fortführung benötigen wir bis zum Jahresende 2025 neben Mitteln der Hamburger Sozialbehörde und Mitteln z.B. der Postcode-Lotterie gerne Ihre Unterstützung. Weitere Fundraising-Maßnahmen werden von uns – wie in den Jahren zuvor – selbstverständlich unternommen. 

 Hamburg, im Dezember 2025  

 

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